Radio

Die Kunst zu TEILEN

Das Thema in dieser Ausgabe: TEILEN. Oder popular-sprachlich ausgedrückt: SHARING. Worum geht‘s? Um den intelligenten Verzicht. Weltweit sprießen Startups und private Initiativen aus dem Boden, welche diejenigen zusammenführen, die gleiche Interessen haben: die leihen, tauschen, teilen oder schenken wollen. Das Time Magazine hat diese neue Konsumform sogar zu einer der zehn großen Ideen erkoren, die die Welt verändern werden. Ein ungemein spannendes Thema, das in Zukunft noch viele Blüten treiben wird. Weil es unsere Welt ein Stück sauberer und besser macht. Also: Teilen sie, wo und was sie können. Und lauschen sie unserer Sendung! Die Musikauswahl behandelt übrigens auch ausschließlich dieses Thema und kommt von „The Guess Who“, „Lambchob“, „Fink“, „James Blake“ und „Aretha Franklin“.

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Was wir von der Zukunft zu erwarten haben

Unter diesem Titel fand am 26. Februar 2019 im Emailwerk Seekirchen ein Vortrag von Stephan Schulmeister mit Publikumsgespräch statt. Veranstaltet wurde der Abend von attac Flachgau und der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, moderiert von Hans Holzinger. Schulmeister widerlegt Glaubenssätze des Neoliberalismus und bringt pragmatische Vorschläge für einen Kurswechsel. Volkswirtschaft kann also spannend sein. Und einiges zum Verständnis der Welt und unserer aktuellen Lage beitragen. Vor allem dann, wenn uns Persönlichkeiten wie Stephan Schulmeister die Welt erklären. Im Emailwerk Seekirchen sorgte das Ende Februar für ein volles Haus. Schulmeister ist ein österreichischer Ökonom und war viele Jahre Mitarbeiter des Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts. Er ist Gründungsmitglied von attac Österreich, hat sich mit seinen Untersuchungen zu den Finanzmärkten einen Namen gemacht und scheut nicht die Einmischung in politische und gesellschaftliche Debatten. So auch in diesem Vortrag, der von Reinhard Geiger als Radiofabrik Mitschnitt aufgezeichnet und bearbeitet wurde.

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Singen

Diesmal geht um das ausdrucksstärkste Instrument, über das wir Menschen verfügen, nämlich die Stimme. Dem Phänomen der Sprache  haben wir ja bereits eine Sendung gewidmet, diesmal geht‘s um das Singen. Singen gehört zu uns wie das Atmen. Singen ist Ausdruck von Gefühlen, ist ein Geschichtenerzählen, ist ein Berühren und Berührtwerden. Im Chor gibt es zudem noch die Komponente des gemeinsamen Wirkens, des sich Einschwingens aufeinander, des aufeinander Hörens und Zielens. Zudem macht Singen einfach glücklich. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass beim Singen Glückshormone ausgeschüttet werden sowie Kraft und Sicherheit gestärkt werden. In vielen Fällen erspart es auch den Therapeuten. Die Faszination, die man fühlt, wenn man allein oder mit anderen gemeinsam singt, ist unvergleichlich. Darum geht‘s in dieser Sendung. Mit Musik von „The Real Group“, den „Edwin Hawkins Singers“, „PopVox“ und „Bobby McFerrin“.

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Wiener.Lied.Gut.

Buenos Aires hat den Tango, Lissabon den Fado, Paris die Chansons. Wien hat das Wienerlied – als unverwechselbaren Ausdruck des Lebensgefühls dieser Stadt. Die Inhalte sind vielfältig, etwa Liebe, Tod, der Wein und die Stadt selbst, von lustig bis traurig, von romantisch bis bitterböse. Im Wienerlied war immer Platz für die Auseinandersetzung mit der Gegenwart, sowohl musikalisch als auch thematisch. Für den Kulturverein Kunstbox ein Grund mehr, einige davon auf die Provinzbühne im Seekirchner Emailwerk zu bitten. Eröffnet wird der wienerische Reigen von DIE STROTTERN. Weiter geht das Festival mit dem TRIO LEPSCHI und beschlossen wird die Festivalminiatur mit 5/8ERL IN EHR‘N. Die bereits zweite Ausgabe der „Festivalminiatur des wienerischen Liedguts der Gegenwart“ mit dem Titel: Wiener.Lied.Gut. findet von 24. bis 26. Jänner 2019 im Kulturhaus Emailwerk statt - Karten kann man unter www.kunstbox.at reservieren.

Die Strottern - Da San Mir Net Scharf Drauf In Wien
Die Strottern - Grüß Gott, ich bin das Wienerlied
Die Strottern - Wann I Amal Stirb
Trio Lepschi - Beese Mauna!
Trio Lepschi - Oleanda!
58erl in Ehr'n - Gspiast Di
58erl in Ehr'n - Badeschluss 

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Lust auf Zukunft

Diesmal geht‘s um die Zukunft. Die Zukunft im Allgemeinen, aber auch um unsere Zukunft - die Zukunft des Kulturvereins Kunstbox und wie wir uns auf die kommenden Herausforderungen vorbereiten. Unsere Inspiration und das Motto, mit dem wir in das Jahr 2019 gehen, heißt: Lust auf Zukunft. Und das ist wörtlich zu nehmen. Die Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft braucht mehr als die Fortschreibung des Bestehenden. Es braucht ständige Erneuerung, Innovation und eine Menge Fantasie. Wir wollen diesen Innovations-Prozess 2019 anstoßen, um gemeinsam mit bestehendem und neuem Management, aber auch mit Publikum, Künstlern und Vordenkern die Rolle des Kulturvereins Kunstbox und des Kulturhauses Emailwerk neu anzulegen. Ein lustvoller Prozess, auf den wir uns sehr freuen. Dafür SUCHEN wir noch 4 Vertreter des Publikums, die uns einen Tag schenken, um in einer Denkwerkstatt mit uns und einem Coach brennende Fragen behandeln. Wo gehen wir hin? Was wollen wir? Wie soll es sein? Bewerbungen bitte unter: lustaufzukunft(at)kunstbox.at.

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StimmLos live - Männerpop

Erstmals senden wir einen Konzert-Live-Mitschnitt aus dem Kulturhaus Emailwerk. Die acht Herren, die in diesem Konzert ihr neuestes Programm „Männerpop“ präsentierten, sind so etwas wie ein fixer Bestandteil des Seekirchner Kulturlebens. Ihr Name: „StimmLos“. Das 1995 gegründete A-Cappella-Ensemble begeistert jedes Jahr wieder das lokale Publikum mit einer ganz persönlichen Sicht auf die Musikwelten. Alles ist möglich, so das Motto - in diesem Sinne erstreckt sich das schier unerschöpfliche Repertoire von Madrigale bis Rock´n Roll, jedes Jahr wird ein anderer Ausschnitt davon auf die Bühne gebracht. Diesmal ist es eben Pop, Männerpop sozusagen, ein Gesamtkunstwerk, dem sicherlich eine Aufnahme nicht gerecht werden kann. Wir versuchen´s trotzdem…

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Lebensmittel Kunst

„Lebensmittel“ - ein Wort, das gerne mit stofflicher Nahrung assoziiert wird, denn Ernährung ist eine Voraussetzung für die Lebenserhaltung jedes Lebewesens, also ein Lebensmittel. Doch während beim Essen weitgehend der Wunsch nach ausreichend Nahrung das dominante Motiv war, beflügelte die Kreativität und Phantasie den Ideenreichtum der Menschen und führte sie von Innovation zu Innovation. Doch was ist der Motor, die Triebfeder hinter dieser Entwicklung? In erster Linie doch der Wunsch nach schöpferischer Existenz, die Lust am Entdecken des Unvorstellbaren. Diese Triebfeder ist mindestens so alt wie die Geschichte der menschlichen Zivilisation, und was wir sicher wissen: Kult, Kultur und Kulturkunst der Ahnen sind wie ein gedeckter Tisch mit vollen Schüsseln - und Kulturkunst ist keine Dekoration, sie ist Nahrung von schöpferischem Geist, ein unverzichtbares „Lebensmittel“…

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Theatermacher sein heißt Widerstand leisten

Eine Geschichte mit interessantem Ausgang. Sie begann im Jahr 2014. In dieser Spielsaison wollte der Kulturverein Kunstbox im Emailwerk Seekirchen „ Der Theatermacher“ von Thomas Bernhard aufführen. In Seekirchen verbrachte der Autor ja als Kind nach eigenen Angaben die glücklichsten Jahre seines Lebens. Anlass genug, dieses Stück ins Salzburger Seenland zu bringen. Nein, beschied der Verlag: Aufführungen des „Theatermachers“ seien Profi-Angelegenheit und ergo Sache größerer Theater. Dieselbe Entscheidung traf auch Charlie Rabanser, auch er hätte in Neukirchen hätte gerne dieses Stück aufgeführt. Die Ironie der Geschichte: „Der Theatermacher“ ist seinerseits eine Parodie auf eine nicht zustande gekommene Aufführung. Und so kommt es, dass „Der Theatermacher“ Rabanser am 6. Oktober 2018 in Seekirchen auf der Bühne stehen wird und seine ganz persönliche künstlerische Antwort auf die Absage von 2014 geben wird. Der große Widerständige hat ein neues Stück geschrieben, das da heißt: „Der Theatermacher, der Theater macht, aber nicht den Theatermacher machen darf“. Wie wir meinen: Ganz im Sinne Thomas Bernhards.


Am 6. Oktober 2018 um 20 Uhr im Emailwerk Seekirchen.
Lassen Sie sich das nicht entgehen!

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Spielfrei

Es ist Sommer. Nicht nur das Kulturhaus Emailwerk, sondern auch das Kunstbox-Radio-Redaktionsteam Leo und Verena Fellinger machen wie gewohnt Sommerpause. Das Motto dieser Sendung heißt daher: Spielfrei. Da man aber keine Sendung auslassen darf, haben wir eine Vertretung gesucht. Und gefunden. Im eigenen Verein. Lions Villota, 2007 in den Vorstand des Kulturvereins berufen, um sich den damals aufkeimenden virtuellen Welten zu widmen. Lions Villota ist ein Avatar. Er hat immer Zeit. Freuen Sie sich auf eine Sendung mit ihm. Er kann das. Versprochen.

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Dialekt

Die Kunstboxer möchten diesmal alle einladen, einen Ausflug in die Welt des Dialektes zu wagen. Warum gerade Dialekt, werden Sie sich fragen. Nun – ein Team aus Experten und Expertinnen des Kulturverein Kunstbox, der Universität Salzburg und der Fachhochschule Puch-Urstein hatte sich in den Kopf gesetzt, eine Machbarkeitsstudie für ein Sprach-Museum zu konzipieren. Dialekt war und ist ein ganz wesentlicher Kern dieses Projektes: Sprachlandschaft Österreich – die Welt der Dialekte, der „Sprache der Nähe“, Teil unserer Identität. Dieses Thema ist vor allem geprägt von der Arbeit von Dr. Hannes Scheutz, Sprachwissenschafter und Germanist an der Universität Salzburg. Er beschäftigt sich intensiv und seit Jahren mit Sprachwandel, Soziolinguistik,  Dialektologie, Gesprochenes Gegenwartsdeutsch und vielen anderen interessanten Gebieten. Er ist auch der Erfinder des Dialektatlas, einer Internetplattform, wo man spielerisch tausende echte Sprachbeispiele direkt miteinander vergleichen kann. Er wird in dieser Sendung einige wertvolle Beispiele dialektischen Sprachgebrauchs liefern.

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Landart

Die Kunstboxer laden diesmal zu einem Ausflug in die Natur ein. Der Kulturverein Kunstbox verlässt nämlich jeden Herbst für einige Tage die Bühne Emailwerks und begibt sich in die Naturlandschaften des Salzburger Seelandes. Warum? Um einer Kunstform zu folgen, die man im Allgemeinen LANDART nennt. Der Name weckt Vorstellungen von einer Art Landschaftsmalerei, von wogenden Weizenfeldern und Staffeleien unter freiem Himmel. Ganz falsch. Landart heißt: Aus Naturmaterialien in der Natur Kunstwerke zu schaffen, die sich selbst überlassen bleiben und wieder vergehen. Diese Vergänglichkeit ist wahrscheinlich der markanteste Unterschied zu anderen Kunstformen. Es ist nahe liegend, dass naturverbundene Menschen ein offenes Herz für die Kunst haben. Denn auch die durch künstlerische Kreativität geschaffenen Werke gehören letztendlich zu den Wundern, die uns die Natur in so überwältigender Fülle darbietet. Kunst und Naturschutz können Verbündete im gemeinsamen Bemühen um die Erhaltung unserer Umwelt sein. Kunst öffnet die Augen durch neue Perspektiven und sie provoziert Gefühle und Gedanken, die zu neuen Einsichten führen.

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Auf der Suche nach der Inspiration des Ufers

Leo und Verena Fellinger entführen in dieser Sendung in die Literaturlandschaft des Kulturverein Kunstbox. Sie haben viele Jahre darauf verwendet, den Quellen der literarischen Inspiration nachzuspüren. Vor allem am Wallersee, dessen Ufer auch der inhaltliche Ausgangspunkt des Literatur-Projektes „Auf der Suche nach der Inspiration des Ufers“ war. Jahr für Jahr wurden AutorInnen eingeladen, am Ufer wohnend zu schreiben und die Inspiration des Ufers in sich aufzunehmen, um sie uns in Form ihrer Erzählungen und Gedichten wieder zurückzugeben. Sie sind die jüngsten in der historischen Reihe bekannter Literaten, die sich ihre Ideen an den Ufern des Wallersees holten: Carl Zuckmayer, Thomas Bernhard und Johannes Freumbichler, Ödön von Horváth, Sylvester Wagner, Franz Stelzhamer und viele mehr. Elf wunderbare Autorinnen und Autoren haben sechs Jahre lang Texte beigesteuert geschrieben. In dieser Sendung kommen zwei Autorinnen zu Wort: Der erste Text ist von S. U. Bart, einer Berliner Schriftstellerin, die Gedichte stammen aus der Feder von Claudia Bitter aus Wien.

Die Musik stammt von Jütz, eine der ungewöhnlichsten Formationen, die die alpenländische Musikkultur zum Vorschein gebracht hat. Ein wichtiger Teil der alpenländischen Kultur, die einst Werner Pirchner auf den Prüfstand gestellt hat: der Almrausch, die Trachtenvereine, das Alpenglühen, die Schützen und sogar das Land selbst. Lauscht man der Musik von Jütz, scheint all das überwunden, keine Grenzen, keine Widersprüche, nur: reine, lebendige Musik.

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ANALOG – Zeitgeist oder Illusion?

Wir begegnen immer öfter einer „Avantgarde von digitalen Aussteigern“. Diese Gegenbewegung feiert alles Analoge wie persönliche Freundschaften, Naturerlebnisse, Handwerkerarbeiten und selber Kochen. Die Gründe? In einer digitalen Welt schaffen sich die Menschen analoge Oasen. Wenn die Welt immateriell wird, entsteht eine Lust am Materiellen. Der Kulturverein Kunstbox widmet sich seit 2017 in vielen Facetten seines Programmes genau diesem Thema. ANALOG fließt an verschiedenen Positionen in die lokale Kulturarbeit ein – als Podiumsdiskussion mit dem Autor Andre Wilkens und dem Analog-Pionier Florian Raps, als Workshop für analoge Fotografie oder als Workshop für Kalligrafie, dem entschleunigten Schönschreiben...

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Martenstein, die ZEIT und ihre Lieder

Ein literarisch-musikalisches Doppel der allerersten Güteklasse: Harald Martenstein schreibt geniale Glossen, Georg Clementi verwandelt sie in packende Lieder. Am 3. Februar des Jahres 2018 trafen der Starkolumnist der Wochenzeitung DIE ZEIT und der preisgekrönte Chansonnier und Schöpfer der Zeitlieder erstmals aufeinander. Auf der Bühne im Seekirchner Emailwerk. Die Nachlese eines aussergewöhnlichen Abends.

Seit Anfang 2018 gibt es die Kunstbox Seekirchen auch als Radioformat. Wir werden hier in regelmässigen Abständen Einblick in unsere kulturelle Denk- und Musikwerkstatt geben – wobei „Einblick“ sicher nicht der richtige Ausdruck für eine Radiosendung ist. Reinhören lassen ist hier sicher passender. Also – hören Sie rein: Auf der Frequenz 107,5 Radiofabrik senden wir jeden dritten Dienstag im Monat um 18:30.

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Wiener.Lied.Gut.

Welche Stadt kann schon von sich behaupten, eine eigene Musikgattung zu haben? Da fällt einem nur Wien und das Wienerlied ein. Um 1800 entstanden, wird es bis heute in allen Spielarten gepflegt, von traditionell bis zeitgenössisch. Die Inhalte sind vielfältig, etwa Liebe, Tod, der Wein und die Stadt selbst, von lustig bis traurig, von romantisch bis bitterböse. Im Wienerlied war immer Platz für die Auseinandersetzung mit der Gegenwart, sowohl musikalisch als auch thematisch. Künstler wie André Heller oder Roland Neuwirth begannen schon bald, Traditionelles mit Musikstilen wie Jazz oder Blues zu vermischen. Heute stehen wir einer ganzen „Szene“ an grandiosen Gruppen und MusikerInnen gegenüber. Für den Kulturverein Kunstbox ein Grund mehr, einige davon auf die Provinzbühne in Seekirchen am Wallersee zu bitten: 2018 startet im Emailwerk eine „Festivalminiatur des wienerischen Liedguts der Gegenwart“ mit dem sinnigen Titel: Wiener.Lied.Gut.

 

Wiener Lied by Andre Heller & Helmut Qualtinger 

I Dua Wos I Kau by Kollegium Kalksburg 

Krone Heute Österreich by Kollegium Kalksburg

Unhamlich Leichd by Kollegium Kalksburg 

Nur fest dudeln by Agnes Palmisano 

Wann i amal stirb by Agnes Palmisano 

Ummi Zu Dia by Martin Spengler 

So Weit Entfeant by Martin Spengler 

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