Lieder von John Dowland übersetzt ins Wienerische

Agnes Palmisano | "In Finstan"

Samstag, 27. November 2021 | 20:00 Uhr

Agnes Palmisano | "In Finstan"
Lieder von John Dowland übersetzt ins Wienerische

»Die Lieder von John Dowland begleiten mich schon seit vielen Jahren. Um sie besser verstehen zu können, habe ich begonnen, sie zu übersetzen - und sie sprechen mir so aus der Seele, dass ich jetzt nicht mehr weiß: sind das nun seine Geschichten und Gefühle, oder sind es meine?«
Agnes Palmisano

Seit vier Jahrhunderten fasziniert Englands berühmtester Renaissance-Lautenist John Dowland und bringt die Abgründe und Leidenschaften der menschlichen Psyche in Wort und Ton auf den Punkt. Denn was er zu erzählen weiß, ist zeitlos: Die Musik eröffnet einen Raum, in dem Traurigkeit, Kummer, Zorn, aber auch Lust, Zärtlichkeit und Freude aus der eigenen inneren Tiefe emporsteigen können.

Agnes Palmisano, die unumstrittene Meisterin des Wienerlieds, holt den melancholischen Briten in die Gegenwart und zieht seinen »Songs of Darkness« ein wienerisches Sprachgewand über: »In Finstan möcht' i sein« heißt es nun statt »In darkness let me dwell«. Ihre kongenialen Bühnenpartner Daniel Fuchsberger, Andreas Teufel und Aliosha Biz an Kontragitarre, Schrammelharmonika und Violine verlegen das musikalische Setting vom englischen Königshof der Renaissance mitten in die Wiener Vorstadt.

AGNES PALMISANO, Gesang, Texte
Agnes Palmisano wurde in Wien geboren und absolvierte nach der Matura vorerst die Ausbildung zurSonderschullehrerin. 1997 bis 2005 studierte sie Gesang an der Universität für Musik und darstellende KunstWien. 2001 kam es zu ihrer ersten Begegnung mit dem „Wiener Dudler”, einer im 19. Jahrhundertentstandenen Mischform von Jodler und Koloraturgesang, als dessen führende Interpretin und Expertin sieheute gilt. Ihre intensive künstlerische Auseinandersetzung mit „Wiener Musik” im Grenzbereich zwischen„Kunst” und „Unterhaltung” führte zu zahlreichen – auch international höchst erfolgreichen – Konzert- undCD-Projekten.Musiktheaterproduktionen am Wiener Burgtheater, der Wiener Volksoper, der Oper Dortmund, dem MuTh,am DschungelWien und andere. Bis 2011 leitete Agnes Palmisano den Musikschwerpunkt einer Schule fürgeistig schwerstbehinderte Kinder in Wien und war Lehrbeauftragte der Musikuniversität Wien für integrativeMusikschularbeit. Seit 2018 unterrichtet sie an der Pädagogischen Hochschule Baden, sowie an der WienerPrivatuniversität MUK.
 

ANDREAS TEUFEL, Schrammelharmonika
Andreas Teufel ist an der Kunstuniversität Graz ausgebildeter Konzertpianist und derzeit als Korrepetitor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien tätig. Seine wissenschaftliche Neugier brachte ihm nicht nur einen Doktortitel des Maschinenbaus, sondern auch den Kontakt zu Wiener Originalen wie der Schrammelharmonika, der er sich zunächst theoretisch in seiner Diplomarbeit näherte. Schließlich lernte er das Instrument autodidaktisch und spielt heute in mehreren Wiener Formationen, unter anderem dem Agnes-Palmisano-Trio.


DANIEL FUCHSBERGER, Kontragitarre
Daniel Fuchsberger enstammt der “Koppler Musikerdynastie” Fuchsberger. Sein Interesse an angewandterVolksmusik führten ihn nach einem Schlagzeug-, Jazzkomposition- und Marimbastudium in Grazunweigerlich zur Kontragitarre. Er ist als Komponist und Musiker vor allem in den Formationen AgnesPalmisano Trio, Spafudla und Crossfiedler präsent.


ALIOSHA BIZ, Violine
Aliosha Biz wurde 1970 in Moskau geboren. Er studierte Violine an der Moskauer Zentralmusikschule,anschließend am Tschaikovskij Konservatorium. Seit 1998 lebt er in Wien, wo er sein erstes öffentlichesKonzert in der Fußgängerzone gab, von dort aus startete er seine Karriere als Ausnahme-Violinist.Zunächst vermehrt im jüdischen und Klezmer Kontext, etwa mit Timna Brauer, nicht nur auf Konzert,sondern auch auf Musiktheaterbühnen (z.B. Volksoper Wien, Theater an der Wien, Burgtheater, Theater amKürfürstendamm Berlin, Stadttheater Klagenfurt etc.) und beim Film ( etwa „Heimkehr der Jäger“ Regie:Michael Kreihsl, „Paganini – the Devil’s Violinist“ Regie: Bernard Rose oder „Woman in Gold“ Regie: SimonCurtis). Legendär sind seine Zusammenarbeit mit dem Polnischen Akkordeonisten Krzysztof Dobrek und diegemeinsame Band „Dobrek Bistro“ oder der „Russian Gentleman Club“. Er ist auch Teil von ElisabethKulmans Liederabend „La femme, C’ est moi“.

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