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Freitag, 25. September 2009 - 20:00 Uhr

The Klezmer Connection | Meschúge


The Klezmer Connection

MESCHÚGE

 

Georg Winkler: Klarinetten

Marion Ellmer: Gesang, Gitarre, Perkussion

Hubert Kellerer: Akkordeon

Bernie Rothauer: Schlagzeug, Perkussion, Gitarre

Peter Aradi: Kontrabass

 

Kaum ein anderes Ensemble steht mehr für emotionsgeladene und kraftvolle Hingabe an Klezmer und jiddische Lieder. Auf einer ständigen Gratwanderung zwischen Lebensfreude, Traurigkeit und Sinnlichkeit entstehen virtuose Klanggemälde – wild, zärtlich, verrückt, funky, frech, witzig, sphärisch – mit einem Wort: "MESCHÚGE!", das neue Programm der „Klezmer Connection“.

 

Musik ist auch, wenn kein Ton aus der Klarinette kommt. Georg Winkler, Kopf von „The Klezmer Connection“ aus Salzburg, die am Freitag und Samstag ihr Publikum in Kaiserhammer und im voll besetzten Textilmuseum Helmbrechts begeisterte, tritt ganz nah ans Mikrophon und bläst. Der Laut, der dabei entsteht, lässt das Bild einer Ebene irgendwo in Bessarabien oder auf dem Balkan entstehen: Der Wind streicht über sie hin, erst sacht, dann deutlicher. Erst jetzt schleichen sich zarte dunkle Töne aus dem Instrument, als kämen sie aus weiter Ferne.

 

Bilder sind es in jedem Fall, die die Klezmer-Musik beim Zuhörer hervorruft. Bilder von Landschaften wie eben der rumänischen Steppe, aber auch von Menschen und Szenerien – festlich–überschwänglich einerseits, immer ein klein wenig skeptisch-resignierend andererseits.

 

Es sind aber auch Gefühle, die Klezmer-Musik ausdrückt – und hervorruft. „Ich ohne dich, das wäre wie eine Tür ohne Klinke“, heißt es in einem Liebeslied. So poetisch der Text und seine Bedeutung, so lebensnah, fast technisch die Metapher für die Liebeserklärung. Ein unromantisches Bild für die romantischste aller Aussagen.

Die scheinbare Widersprüchlichkeit ist ein Charakteristikum des Klezmer. Kaum ein temperamentvolles Tanzlied ohne melancholisches Intermezzo, bei dem sich im Textilmuseum der Akkordeonist Hubert Kellerer etwa minutenlang solistisch in Tönen und Zwischentönen verlieren darf. Genauso kann ein Musikstück, das mit einigen wenigen, klagenden Tönen von der Klarinette oder gesungen von Marion Ellmer begonnen hatte, plötzlich umschlagen in ein überschäumendes Melodiengebilde mit pulsierenden Stakkati des Kontrabasses (Peter Aradi), kreischenden Trillern der Klarinette und geradezu hektisch vorwärts treibenden Beats des Schlagzeugs (Bernie Rothauer)...

 

...Dabei ist das Prinzip der Klezmer-Musik ganz einfach: Kleine, einfache Melodien werden wiederholt, variiert, und es wird mit ihnen improvisiert, bis kein Zuhörer mehr still sitzen kann. Aus monotonen Takt- und Tonfolgen wird ein virtuoses Klanggebäude, das sich bei der „Klezmer Connection“ immer wieder bis zum musikalischen Feuerwerk steigert. Auch in Helmbrechts. Da rucken Köpfe, zucken Schultern, wippen Füße, schnippen Finger. Auf diese Weise nimmt Klezmer alle für sich ein. Und malt Bilder für die Seele der Zuhörer, Bilder, die aus den Seelen all derer kommen, die die Lieder erdacht, weitergegeben und weiterentwickelt haben.

Am Ende, bei der Zugabe, spricht Georg Winkler die Hoffnung aus, der Abend möge dem Publikum genauso viel Freude gemacht haben wie den Musikern. Und wie: Es war Freude und Faszination – dank „The Klezmer Connection“.

(Kerstin Starke)

 

 

 

Freitag, 25. September 2009 | 20 Uhr

EmailWerk

 

Kartenreservierung zum Vorverkaufspreis nur über www.kunstbox.at

 

Vorverkauf bei RAIBA Seekirchen: 15,-- Euro;

Ermäßigung (Schüler/Studenten mit Ausweis): 10,-- Euro

Ö1-Clubmitglieder: minus 15%

S-Pass: minus 2,-- Euro

 

Abendkassa: 17,-- Euro

Ermäßigung (Schüler/Studenten mit Ausweis): 12,-- Euro

Ö1-Clubmitglieder: minus 15%

S-Pass: minus 2,-- Euro

 

 

 











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