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07.12.10 - 19:55 Uhr

Süßer die Glocken nie klingen


Zweimal volles Haus - das freut den Veranstalter. Doch ein guter Vorverkauf sagt noch nichts über die musikalische Qualität. In diesem Falle war die Erwartungshaltung des Publikums groß, blickt doch das Männerdoppelquartett Stimmlos auf mehr als 15 Jahre und viele erfolgreiche Konzerte zurück. Beim genaueren Hinsehen konnte man aber zwei neue Gesichter auf der Bühne entdecken. Nach einer einjährigen Durststrecke präsentierte sich Stimmlos erstmals wieder zu acht - in neuer Besetzung. Eine Premiere also - dementsprechend hoch war die Neugierde seitens der Gäste, aber auch die Nervosität der Sänger.

 

Das Konzert begann mit zwei Weihnachtsklassikern, die zwar schon gut interpretiert wurden, aber beim einen oder anderen schon die schlimmsten Befürchtungen auslöste, man könnte sich in ein wahrhaft "klassisches" Weihnachtskonzert verirrt haben. Aber Stück für Stück gaben die acht Sänger immer mehr von ihrem Repertoire und ihrem neuerworbenen Klang preis. Ein neuer Klang nämlich, der sich durch die jeweiligen Charakteren der acht Sänger zu einer wunderbaren Klangfarbe vermischten.

 

Die Unterschiedlichkeit des Repertoires, die verschiedenen Stilrichtungen und die perfekten Sätze von Otmar Stangl, der dem Ensemble schon seit Jahren die Arrangements auf den Leib schneidert, entpuppten sich als abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm, das das Publikum im Emailwerk zu Ovationen hinriss.

 

Das knapp zweistündige Programm enthielt bereits einige dem Anlass angemessene Neuaufführungen: Die Fendrich-Komposition "Schickeria", den Freddy Quinn-Klassiker "Heimweh" und das Ludwig Hirsch-Meisterwerk "Gö, du mogst mi?", in der Paul Herbst seine Traumrolle fand. Die Mannen kupferten diese Welthits jedoch nicht einfach nur ab, sondern drückten den Klassikern der Popgeschichte ihren ganz persönlichen Stempel auf. Dazwischen blieb genügend Platz für romantische Balladen und jede Menge pointierter Zwischenmoderation, garniert mit einer Unmenge an Wortwitz.

 

Alles in allem: Süßer die Glocken nie klangen. Gratulation.

(mw)











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