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16.12.13 - 13:44 Uhr

Was wäre Weihnachten…


…ohne den Stimmlos Weihnachtsmarkt? Bar jedes Sinnes verkäme das Fest der Feste, ohne die vokalen Wegweiser durch die acht Herren in Schwarz, zur anbiedernden Kurtisane im vorweihnachtlichen, konsumgetriebenen Güterverkehr. So lautete auch dieses Jahr das wahre Konzertmotto des elegant-legeren Männeroktetts wieder: Stimmlos statt Sinnlos.

 

Als Hommage an den letzten Stimmlos Weihnachtsmarkt und gleichsam um dem kennenden Publikum den vertrauten Anker auszuwerfen, begann der Abend mit einem herzrührenden „Joy To The World“. Den >ersten Fischer< als moralisches Vorbild auf der Zunge ging es dann gleich weiter an den See und man „Sittin On The Dock Of The Bay“ wo die adventerfüllten Unterhalter das ergriffene Publikum auf eine „Zille über den See“ luden. Ab ging es über die gar nicht stillen Wasser in Richtung Abendstern.

 

Begleitet wurde das aufgewühlte Publikum von den geradezu messianischen CD-Botschaften, ausgesandt von einem hellst erleuchteten Paul Herbst, der während des hinreißenden Abends augenscheinlich immer wieder vom heiligen Geist höchstselbst heimgesucht wurde und nichts unversucht ließ, um die zuhörenden Pilger auf den rechten vokalen Stimmlos-CD-Pfad zurückzuführen.

 

Wieder feste Gestade erreicht setzten sich alle im großen Kreis „Under The Boardwalk“ und das Ensemble in den schwarzen Reformeranzügen ließ die „Wasserfahrt“ noch einmal für das, nunmehr in den Tränen der Freude schwimmende, Publikum Revue passieren.

Der Geist der Weihnacht, entfacht von den acht Aposteln des Entertainments, hatte zu diesem Zeitpunkt jedes Herz in der großen Halle des Emailwerks in Flammen gesetzt. Die inbrünstigen Zurufe spirituellen Ursprungs aus den Rängen blieben nicht gehört – Stimmlos antwortete mit einem „Gschupften Ferdl“ zum Niederknien und segnete das Ganze mit „Die Alte Engelmacherin“.

 

„All I Have To Do Is Dream“, „Da Papa Wird’s Scho Richtn“, „As Leben Is Wia A Traum“ – nicht einmal ein klingelndes Handy oder ein eingemahntes Zuckerlpapierl konnte verhindern, dass der Konzertabend erste ekstatische Züge annahm. Spätestens nachdem Stimmlos sich anliess, weihevolle Heiligenbilder für den guten Zweck feilzubieten, taumelten die hörenden JüngerInnen in schierer Glückseligkeit.

 

„Ob-La-Di Ob-La-Da“, „Göh Du Mogst Mi“, „Schickeria“, keine Schneewehe vermochte die „Caravan Of Love“ in Richtung heiligen Abend mehr zu stoppen. Nach der dritten Zugabe schwebten die nunmehr Stimmlosen von der Bühne und das Publikum an die Weihwasserquelle. Weihnachten steht vor dem Emailwerk.

(mw)

 











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